Westfalia zählt inzwischen 881 Mitglieder

Gut besetzt war der Saal der Gaststätte Selker, als Michael Denkler als Vorsitzender des Sportvereines Westfalia Leer die Jahreshauptversammlung eröffnete. Er nannte dafür auch gleich die Gründe: "Wir sind hier, weil uns drei Dinge verbinden: unsere Heimat, unsere Liebe und unser Verein". Westfalia sei tief in Leer verwurzelt und die sportliche Stimme des Dorfes. Ein riesiges Dankeschön richtete er an die stillen Helfer im Hintergrund, die Platzwarte, die Organisatoren, die guten Seelen. Das ehrenamtliche Engagement im Sportverein trage zum Gestalten und Organisieren des Vereinslebens bei, damit begründe man den guten Ruf. Der Verein sei mehr als Sport, er sei eine Gemeinschaft, ein Ort, an dem man gemeinsam wachse und Erfolge feiere.
Im Laufe des Abends präsentierte sich der Verein als große harmonische Familie, in der alle Altersgruppen ein sportliches Angebot finden. Insgesamt zählt der Verein 881 Mitglieder und ist damit der mitgliederstärkste in Leer. Zunächst wurde der im letzten Jahr verstorbenen Vereinsmitglieder gedacht. Es waren Bernhard Thiemann, Bernhard Horstmann, Nobert Lueg, Heinz Ernsting, Gertrud Möllers und Josef Laukötter.
Worte der Anerkennung und des Dankes richtete die stellvertretende Bürgermeisterin Petra Raus an die Versammlung. "Ich danke allen die ehrenamtlich im Sportverein tätig. Ohne Euren Einsatz wäre ein derart umfangreiches Angebot gar nicht möglich und das Dorf wäre tot", bemerkte sie. Besonders hob sie das gute Verhältnis mit Rat und Stadtverwaltung hervor. So können einiges auf dem kurzen Dienstweg erledigt werden. Die Zusammenarbeit sei geprägt von Vertrauen und Verlässlichkeit.
Bei den Berichten der einzelnen Fachschaften wurden die Aktivitäten deutlich. Dominierend sind im Verein die Fußballer und die Fachschaft Tennis. Gut gemacht waren die Präsentationen der einzelnen Fachschaften, visuell unterstützt durch Filme und Fotos. Die Palette reichte vom Kinderturnen über Breitensport bis zu den Alten Herren der Fußballabteilung. Es gibt sogar eine Radfahrertruppe. Neu gegründet hat sich eine Tischtennisgruppe. Besonders stolz ist man auf die sechs Schiedsrichter des Vereines. "Es ist uns besonders wichtig, dass alle Fachschaften innerhalb des Vereines stets den gleichen Stellenwert genießen" betonte Michael Denkler ausdrücklich.
Kassierer Reinhard Eissing, der einen sechsstelligen Etat verwaltet und seit 2001 die Kasse des Sportvereines führt, berichtete von einem negativen Jahresergebnis. Er begründete damit eine maßvolle Beitragserhöhung, die von der Versammlung einstimmig angenommen wurde. Besonders wies darauf hin, dass die letzte Erhöhung der Mitgliedsbeiträge im Jahre 2018 erfolgte. Die Kassenprüfer Matthias Selker und Lars Wegmann bescheinigten ihm eine tadellose Kassenführung; es folgte seine einstimmige Entlastung und die des gesamten Verstandes.
Einstimmig wiedergewählt wurden der zweite Vorsitzende Andreas Overkamp und die Beisitzerin für besondere Aufgaben Maria Teeken. Neu gewählt als Beisitzer für Jugendfragen wurde Pascal Iger, er löste Christian Kreimer ab. Wieder nicht besetzt werden konnte der Posten des ersten Geschäftsführers. Die restlichen Vorstandsmitglieder fangen dies Aufgaben was auf die Dauer kein Zustand sei. Dazu Michael Denkler: "Der Sportverein ist kein Dienstleistungsunternehmen, bei dem man einen Beitrag zahlt und ein fertiges Paket aus Training, Spielbetrieb und Events geliefert bekommt". Er appellierte die Vereinsmitglieder zur aktiven Mithilfe.
Hingewiesen wurde auf das Ferienlager vom 15. bis 22. August am Eyller See in Kerken und auf das Tennisjubiläum anlässlich des 50jährigen Bestehens der Fachschaft am 12. September. Die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder gehörte zu den Höhepunkten der harmonisch verlaufenen Jahreshauptversammlung:
25 Jahre: Leon Gerdes, Matthias Hölscher, Marko Kniebel, Tim Loos, Daniel Thiemann, Marcel Thiemann, Dorothea Thoma, Janine Thoma, Karl Heinz Unangst
40 Jahre: Gerhard Buck, Christian Exler, Karl Kremer, Frank Müller, Adolf Schmitz, Hartwig Thiele, Frank Wenking
50 Jahre: Markus Ahlers, Jörg Anthe, Ralf Hölscheidt, Heinz Möllers, Hermann-Josef Wewers, Karl-Heinz Wewers
60 Jahre: Antonius Ahlers, Heinz Greive
